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Wasserschaden — was ist zu tun?

Veröffentlicht: von Aqua-Scope Redaktion · 6 Min. Lesezeit

Rund 1,1 Millionen Wasserschäden werden in Deutschland jedes Jahr bei Versicherungen gemeldet — die Schadensumme liegt bei über 3 Milliarden Euro pro Jahr. Wenn es passiert, entscheidet das Verhalten in den ersten Minuten darüber, ob am Ende ein feuchter Fleck bleibt oder eine kernsanierte Wohnung. Dieser Leitfaden erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist — und wie sich der nächste Fall verhindern lässt.

Person prüft einen Wasserschaden am Boden

1. Sofort: Wasser abstellen

Der erste und wichtigste Schritt ist, den Wasserzulauf zu unterbrechen. Bei einem defekten Gerät (Waschmaschine, Geschirrspüler, Toilette) reicht in der Regel das Eckventil unmittelbar am Gerät. Bei einem geplatzten Rohr oder einem unklaren Ort schließen Sie den Hauptabsperrhahn — meist im Keller, in der Nähe des Wasserzählers. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wo Ihr Hauptventil ist: jetzt ist der falsche Moment zum Suchen. Machen Sie einen Rundgang, bevor der Ernstfall eintritt.

2. Strom in betroffenen Bereichen abschalten

Wasser und Elektrik sind eine gefährliche Kombination. Sobald Wasser an Steckdosen, Verlängerungskabel oder Elektrogeräte gelangen könnte, schalten Sie den betroffenen Stromkreis am Sicherungskasten ab. Bei ausgedehntem Wasseraustritt lieber den Hauptschalter ausschalten. Erst danach betreten Sie den überschwemmten Bereich.

3. Werte in Sicherheit bringen

Möbel anheben (Klötze, Alufolie, Filzgleiter unter die Füße legen), Teppiche und Läufer aufrollen, Bücher und Elektronik von Boden und unteren Regalen wegbringen. Vorhänge nach oben ziehen. Schubladen und Türen offen lassen — feuchtes Holz quillt und lässt sich später schwerer bewegen.

4. Schaden dokumentieren

Bevor Sie Wasser aufwischen oder Möbel entfernen: Fotos und Videos machen. Datum, Uhrzeit, betroffene Räume, Wasserstand, sichtbar beschädigte Gegenstände. Diese Dokumentation ist die Grundlage für die Regulierung durch die Versicherung. Notieren Sie ergänzend, wer wann was gemacht hat — der spätere Zeitablauf ist erfahrungsgemäß schwer zu rekonstruieren.

5. Versicherung melden — aber die richtige

Wasserschäden im Wohngebäude sind grundsätzlich abgedeckt durch:

  • Wohngebäudeversicherung — für Schäden am Gebäude selbst (Wände, Boden, fest verbaute Küche, Bad).
  • Hausratversicherung — für bewegliche Sachen (Möbel, Elektronik, Kleidung).
  • Haftpflichtversicherung — wenn Ihr Schaden bei Nachbarn ausgelöst wurde (Mietwohnung, Eigentumswohnung).

Melden Sie den Schaden möglichst am selben Tag telefonisch und schriftlich. Viele Verträge verlangen die Meldung „unverzüglich", spätestens innerhalb von 3 Werktagen. Ohne rechtzeitige Meldung kann die Versicherung Leistungen kürzen. Fragen Sie explizit nach, ob ein Gutachter kommt — und ob Sie mit Trocknung und Reparatur bereits beginnen dürfen.

6. Wasser entfernen und trocknen — schnell

Sichtbares Wasser mit Nasssauger, Wischer oder Eimern beseitigen. Danach beginnt die kritische Phase: Schimmel bildet sich innerhalb von 24 bis 48 Stunden, wenn die Feuchtigkeit nicht raus kommt. Fenster öffnen und für Durchzug sorgen ist der günstige Weg — professionelle Bautrockner sind bei Estrichschäden meistens unvermeidbar. Wände und Böden feuchtemessen lassen; oberflächlich trocken heißt nicht kernig trocken.

7. Ursache klären, Reparaturen dokumentieren

War es ein geplatzter Schlauch, eine korrodierte Leitung, ein defektes Ventil oder ein undichtes Silikon? Die Ursache bestimmt, ob die Versicherung reguliert und wer haftet. Fachfirmen (Klempner, Sanierer) sollten schriftliche Berichte und Fotos erstellen. Alle Rechnungen und Belege aufbewahren.

Der bessere Weg: den Schaden verhindern

Fast alle Wasserschäden lassen sich verhindern — nicht durch bessere Rohre, sondern durch rechtzeitiges Absperren. Genau das leistet Aqua-Scope: Wassermelder an den typischen Risikostellen (Waschmaschine, Spülmaschine, Heizungsraum, unter der Spüle) erkennen austretendes Wasser innerhalb weniger Sekunden und schließen automatisch den Hauptabsperrhahn — noch bevor der Estrich nass wird. Der Water Guard Motor für Kugelhähne wird auf den bestehenden Kugelhahn geschraubt, ohne Rohrschnitt, ohne Klempner. Sie bekommen eine Push-Benachrichtigung — und finden zuhause einen trockenen Boden vor, statt einer Baustelle.

Rechnerisch amortisiert sich ein System oft schon nach einem einzigen verhinderten Schaden. Der durchschnittliche Einzelschaden liegt bei über 3.100 € — und das ist nur die Versicherungsstatistik, nicht der Ärger, die Bauzeit und das verlorene Vertrauen ins eigene Zuhause.